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CoronARTiges Alternativprogramm

Nicht nur in Europa werden jetzt Museen, Kunsthallen und Galerien u. ä. „vorübergehend geschlossen“. Zudem werden Kunstmessen weltweit erst einmal verschoben. Ein Ende dieser Vorsichtsmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie ist derzeit noch nicht absehbar. Gerade Galerien, die wirtschaftlich nicht nur auf die Präsentation von Kunst in ihren Räumen, sondern auch auf die Teilnahme an Messen angewiesen sind, müssen da neue Wege finden, die ihnen dennoch eine visuelle Präsenz in einer möglichst gleichwertigen Form ermöglicht.

Die Galerie Tanja Wagner hat deswegen gerade ihr Internet-Projekt „Art in Quarantine“ gestartet: Auf ihrer Webseite zeigt die Berliner Galerie unter der Rubrik „Videotheque“ ein wöchentlich wechselndes Programm an Videokunst, das von KünstlerInnen der Galerie ausgewählt wird. So werden hier die Möglichkeiten des worldwidewebs, genauer: die Option dort bewegte Bilder zu zeigen, auf eine Art und Weise genutzt, die weit über das schon vor der Pandemie übliche Präsentieren von Ausstellungsansichten in einem „online viewing room“ hinausgeht. Kleine, von KünstlerInnen selbst kuratierte Ausstellungen nämlich erlauben der Galerie selbstbewusst die Qualität ihres Galerieprogramms zu demonstrieren.

Den Anfang macht die in Wien lebende Künstlerin Anna Witt, die ihre drei Filme „Care“, 2017, „Body in Progress“, 2018, und „Das radikale Empathiachat“, 2018, zeigt. Gemeinsam ist diesen drei Arbeiten, dass in ihnen u. a. die gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitsbedingungen von Menschen diskutiert werden. So stehen z. B. in „Care“ die Arbeitsbedingungen von indonesischen Krankenschwestern in Japan im Mittelpunkt. Auch wenn diese Krankenschwestern in „Care“ in der Geriatrie arbeiten – ein nachdenklicher Bezug zur Corona-Pandemie lässt sich da dann dennoch herstellen.

--> Link zum Projekt „Art in Quarantine“

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